Erstes Rapitel.
Die beiden vornehmen Herrn aus Pompeji.
„Ho, willkommen, Diomedes— wirſt Du heute bei Glaukus zu Abend ſpeiſen?“ ſagte ein junger Mann von kleiner Statur, welcher ſeine Tunika in jener nachläſſigen und weichlichen Weiſe trug, die einen vornehmen Herrn und Stutzer in ihm errathen ließen.
„Ach, nein! lieber Klodius; er hat mich nicht eingeladen“(erwiederte Diomedes, ein Mann von ſtattlichem Anſehn mittleren Alters)„es iſt, beim Pollur, ein häßlicher Streich, denn ſeine Abendeſſen ſollen die beſten in Pompeji ſein.“
„Allerdings— obgleich fuͤr mich niemals Wein genug da iſt. Das alte griechiſche Blut fließt nicht in ſeinen Adern, denn er behauptet, nach dem Trinken befinde er ſich immer unwohl am nächſten Tage.“


