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drückte einen heißen Mutterkuß auf die ſtolze Stirn ihres Erſtgeborenen.
Glockentöne und Trompetenſtöße gaben in dieſem Augenblick der harrenden Menge das Zeichen, daß der Erzherzog ſich in den Dom begab; und ſo rich⸗ teten ſich denn alle Augen auf den überdachten Säu⸗ lengang, der über dem Eingangsthore aus den Gemächern der Burg nach jenen Schwibbögen führt, die den bedeckten Weg tragen, der die Burg mit dem Dome verbindet.
Erzherzog Ferdinand, ſein Oheim, ſeine Mutter und Geſchwiſter und ein langes Gefolge, an deſſen Spitze ſich außer den beiden ſchon genannten, noch mehrere Patres der Geſellſchaft Jeſu, ſowie der Kardinal Miniſter von Dietrichſtein befanden, durch⸗ ſchritten jenen Säulengang; die an der Thüre Har⸗ renden traten durch dieſe in demſelben Augenblick in den Dom und ein feierliches Hochamt begann, bei dem die größere Mehrzahl der Anweſenden, aus Proteſtanten beſtehend, ohne das Knie zu beugen, aufrechtblieb.
Erzherzog Ferdinands dunkles Auge ſchien Blitze zu ſprühen, als es einen Moment lang über dieſe Verſammlung hinwegglitt; da er ſich aber ſelbſt auf


