Teil eines Werkes 
3. Bd. (1857)
Entstehung
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dem Kaiſer

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Ferdinand ein Generaliſſimus ſein, der ihm ein wohl⸗ geordnetes Heer zuführt, das nicht aus hergelaufenen Schurken, ſondern aus Kindern des Landes beſteht, die nicht bloß für Sold und Plünderung fechten, ſondern für eine Idee, die ſie verſtehen, und die ſie begeiſtert.

Ach, mein lieber Herr, ſagte Adam von Die⸗ trichſtein,das iſt eine Idee, die als Idee ſehr ſchön klingt, in der Ausführung aber ſich ſehr ſchlecht er⸗ weiſen würde. Die große Maſſe muß eben nichts anderes ſein, als eine Maſchine, die von dem Willen eines Einzigen geleitet wird, ohne zu begehren das wohin? und warum? wiſſen zu wollen. Eine Armee von Soldaten, die man erſt begeiſtern müßte durch eine Idee, wäre viel ſchlimmer zu kommandiren als eine, die ſich ſelbſt begeiſtert durch die Geiſter in den Flaſchen.

Pater Johannes ſenkte die glänzenden Augen momentan auf den alten Staatsmann. Faſt ſchien es, als ſchwebe eine bittere Antwort auf ſeinen Lip⸗ pen, er ſchwieg jedoch und ſagte endlich wie in höf⸗ licher Uebereinſtimmung:Ew. Eminenz haben voll⸗ kommen Recht aus Ihrem Geſichtspunkte. Sobald ein Menſch ſo weit iſt, daß er eine Idee ſelbſt faſ⸗ ſen und ſich für dieſelbe begeiſtern kann, iſt er ge⸗ fährlich, weil er das nothwendigſte aller irdiſchen Uebel, den blinden Gehorſam, nur als chhriſtlich