Teil eines Werkes 
3. Bd. (1857)
Entstehung
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Barbara Kepler behielten ihren Platz in ihrem an einer ziemlich geſchützten Stelle ſtehenden Wagen, und Johannes trat zu ihnen, um mit ſeiner jugend⸗ lichen Gattin und deren Beſchützerin zu plaudern

Er fühlte ſich von dem langen Stehen in Schnee

und Wind ermüdet und bis ins Mark erkältet, und

ein Gefühl der Trauer, deſſen er nicht Herr werden konnte, hatte ſeine Seele beſchlichen.

Frau Barbara ſah ſo lächelnd, ſo harmlos und ahnungslos aus in ihrem glänzenden Putze, als ſie ſich zu ihrem Gatten niederbeugte und ſagte: Ein ſchöner Herr iſt unſer junger Erzherzog, nur etwas braun und für ſeine große Jugend ſehr ernſt.

Ob es wohl am Hofe jetzt wieder ſchöne Fackeltänze,

Ringelreigen und Karouſſel geben wird, wie in frü⸗ heren Zeiten, von denen meine Mutter ſelig mir erzählte?

Die Zeit iſt nicht günſtig für ſolche Luſtbar⸗ keiten, ſagte Fräulein Renata,gebe nur Gott der Herr, daß ſie nicht noch ſchlimmer würde.

Setzt Euch hier einwenig zu uns, Johannes, der Eintritt des gnädigſten Herrn in den Dom wird ja angekündigt durch den Schall der Trompeten, Ihr habt es wärmer hier im Wagen, als dort auf dem kalten zügigen Pflaſter, ſagte die junge Frau freund⸗

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