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ſchluchzte die junge Frau,„wenn ich ſehe, daß er von mir geht, ohne daß es ihm Schmerz macht? Ach Du mein Gott und Herr, dieſer Mann iſt kalt wie Eis und nichts, was es auf Erden gibt, kann ſein Herz erwärmen. Ach ach, meine theure Freundin, hätte er nicht Grund, glücklich zu ſein, und mir dankbar? Ich bin jung, ich bin ſchön, Gott hat mich mit Glücksgütern geſegnet, ich bin von altem Adel, er kommt durch mich in Verwandtſchaften, die ihn zu Ehren bringen, er, der Enkel eines Schenk⸗ wirthes, hat er wohl je ein Wort geſprochen, wel⸗ ches mir zeigt, daß er das Alles zu ſchätzen wüßte?“
„Ei! Eil meine liebe Barbara,“ entgegnete Fräulein von Eggenberg,„es will mir ſcheinen, als ob es kein gutes Zeichen für das Glück einer Ehe ſei, wenn ein Theil ſich ſeiner Vorzüge vor dem an⸗ dern ſo ſehr bewußt iſt. Zwar als eine Perſon, die dergleichen nicht ſelbſt mitgemacht, verſtehe ich mich auf dieſe Dinge nur wenig. Dieß aber möchte ich zu Ihrem Troſte ſagen, der Magiſter Kepler iſt an und für ſich, ohne Ahnen, Adel und Vermögen ein Mann, den man werthſchätzen kann und muß, ſelbſt wenn ich die große Gelehrſamkeit, die man ihm allgemein zuſchreibt, auch ganz und gar nicht in Anſchlag bringe. Er iſt die Güte ſelbſt, immer
in alle Weſen Frühlin ohne uü manche freuen.
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