Teil eines Werkes 
2. Bd. (1857)
Entstehung
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viel zu erwerben, daß ich ihr dieſe Freude machen konnte, aber die Wahrheit gleicht jenen alten Gebilden der Kunſt, ſie iſt ſchön und begehrenswerth in ihrer Armuth und Nacktheit, der Irrthum braucht eine goldene Hülle, um ſeine Gebrechlichkeit zu ver⸗ bergen.

Früher noch, als Kepler es erwartet hatte, er⸗ ſchien von Pater Johannes Fickler eine freundliche Antwort. Er verſprach darin alles, was ihm möglich ſei, für die Dame zu thun, die ſeinem ehrenwerthen Verwandten ſo theuer zu ſein ſchiene, und ſchloß endlich mit den Worten:

Einem Mann, ſo oorurtheilsfrei als Sie, mein werther Vetter, einem Gelehrten von ſo großen Kennt⸗ niſſen kann man manches ſagen, was man der blö⸗ den Menge gegenüber verſchweigen muß. So mache ich Sie denn darauf aufmerkſam, daß es in unſern Zeiten einen einzigen ſichern Weg gibt zu Glück und Frieden. Schlagen Sie ihn bei Zeiten ein, der, welcher Ihnen dieß räth, iſt weit mehr Ihr Freund, als Sie nach unſerer kurzen Bekanntſchaft glauben und vermuthen.

Johannes Fickler.

Die Dame, die mir ſo theuer zu ſein ſcheint, wiederholte Kepler,ja theuer wie ein ſchönes Bild!

Doch dieß iſt gi ſich, i haglic unertr Geda welche

gange Geido ſeit I erfreu⸗ langte nicht zu ſeh hatte.

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