Teil eines Werkes 
2. Bd. (1857)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

ſen be⸗ getrun⸗ wackern gezeigt, an der n des⸗ d hatte Buben, türliche erz und daran, hurmes fei über

Wind kten ei⸗ uns und nthaten nd den n und englocke hinzu, te Räu⸗ einſtek⸗ loß der

33

Biſchof Günther, ein Ziſterzienſer⸗Kloſter hierher zu bauen, das heißt nur hier ins Thal der Salzach, und viele Edelleute gaben Geld dazu her: Herr Werner von Roßwag und Frau Bertha von Grüningen, vor allem aber der Herr Walter von Lommersheim.

Wie aber der Bau ſchon weit vorgeſchritten war, der große Kreuzgang in der Kirche ſtand ſchon auf ſeinem mächtigen Roſte da verdroß es die Räuber und ſie wollten durchaus die Mönche nicht weiter bauen laſſen und das ſchon Fertige niederreißen.

Da ſagten die Mönche, die ſo recht ſchlau wa⸗ ren, ſie ſollten ſich nur erſt nicht die Mühe geben, das feſte Mauerwerk zu zerſtören, ſie wollten's ihnen mit einem Eid ſchwören, den Bau nicht zu vollenden. Darauf gingen die Räuber ein, die Mönche ſchworen, ordentlich mit drei aufgehobenen Fingern. Wie nun die Räuber fort waren, bauten ſie aber ganz eifrig fort, alles fertig, bis auf die eine Steinplatte, die in der linken Seitenhalle der Kloſterkirche noch heute am Boden liegt, und dann läuteten ſie mit ihren ſchönen Glocken, daß es ſo feierlich wie jetzt durch den wilden Wald ſchallte. Wie wüthend waren da die Räuber, ſie liefen nach dem Kloſter und wollten den Mönchen für ihren Meineid ans Leben, die zeigten ihnen aber den Stein und die Oeffnung an 1857. XXI. Johann Kepler. II. 3