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liche Herr Oſiander reichte jedem mit einem herz⸗ lichen:„Salve, mi fili!“ die Hand und führte ſie durch das kleine Pförtchen neben der Hauptthüre durch ei⸗ nige ſpärlich beleuchtete Gänge in das ſtattliche Re⸗ fektorium, wo an langen Tafeln wohl über hundert Knaben und mehrere jüngeren und älteren Männer mit einer einfachen Abendmahlzeit beſchäftigt waren.
Die drei Knaben, die ihre Reiſe zuſammen ge⸗ macht hatten, alle drei Schüler des wackern Magi⸗ ſters Beilmann, blieben auch in den Klaſſen und folg⸗ lich auch bei Tiſche Nachbarn und Gefährten.
Der Aufenthalt in einer proteſtantiſchen Vor⸗ bereitungsſchule war zur Zeit Johann Kepler's eben keine Luſtbarkeit.
Der ſtrenge, faſt puritaniſche Geiſt der Theolo⸗ gen Würtembergs, der die Freude, auch die ſchuldloſe, gern aus der Welt verbannt hätte, um ſie dem Jam⸗ merthale, das ſie zu ſchildern liebten, mehr und mehr ähnlich zu machen, ſtreckte ſein eiſernes Szepter be⸗ ſonders über das Leben der Kindheit, ſoweit es ihnen anvertraut war.
Die Studien der Knaben waren jedes Reizes entkleidet, ſo trocken und knöchern als der Stumpf⸗ ſinn ſie nur machen kann.
Die Knaben, oft noch Kinder den Jahren nach,
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