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ſein Weißzeug ward ihm in Eil von der Mutter ausgeliefert. Klein Gretchen gab ihm noch eine Wurſt und einen weißen Wecken als ſeinen Antheil an der Wegzehrung und weinte an ſeinem Halſe. Die Mutter ſegnete den Knaben und der mürriſche Vater reichte ihm mit ungewohnter Freundlichkeit die Hand, und ſo ſetzte die Familie ſich auf den großen, mit Hausrath und Betten überpackten Wagen. Die Mutter auf den Bettſack, der Vater auf eine große Kiſte, Heinrich und Chriſtoph krochen auf die höchſten Spitzen des Möbelthurmes und balan⸗ cirten auf zwei hölzernen, dort feſtgebundenen Stüh⸗ len, und die kleine Margaretha ſaß auf dem Schooße der Mutter und barg ihr thränenſchweres Geſichtchen am Buſen derſelben, während Johann neben ſeinem alten Freunde am Wege ſtand und den Abreiſenden ſo lange nachſah, bis der Wald ſie in ſeinen dun⸗ klen Schooß aufgenommen hatte.
„Nun biſt Du mein Kind, mein lieber Sohn Johannes,“ ſagte der alte Magiſter, als der Knabe ſich die Thränen trocknete, die langſam über ſeine faſt mädchenhaft zarten Wangen floſſen.„Sei mir willkommen in meinem bis daher einſamen Hauſe und finde darin Freude und Friede!“
Herr Beilmann hatte dem Knaben ſchon mit 1857. XXI. Johann Kepler. II. 2


