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und weiß mehr von den Dingen dieſer Welt als mancher, der ſich in alles und jedes eingeweiht dünkt.“
„Ich danke Euch, Vetter,“ ſagte Guldenmann, ſeinem Verwandten die abgezehrte Hand hinhaltend, „daß Ihr an mich und mein Leiden mit ſo liebevoller Theilnahme gedacht habt.“
„Nicht mir, dem Himmel dankt,“ entgegnete der Jeſuit,„und ſucht Euch der Gnade Gottes würdig zu machen.“
„Danach hab' ich geſtrebt während meines gan⸗ zen Lebens, zwar mit menſchlicher Schwäche, aber mit aufrichtigem guten Willen,“ erwiederte der Bild⸗ ſchnitzer,„und ich hoffe, daß Gott mir meine Sün⸗ den um ſeines lieben Sohnes willen gnädiglich ver⸗ geben wird.“
Pater Fickler trat ſchweigend von dem Bette ſeines Verwandten hinweg und ging im Zimmer auf und ab. Katharina Kepler folgte jeder ſeiner Bewegungen mit neugierigen Augen; dann ſah ſie, daß das Pferd des jüdiſchen Arztes von einem Knecht des Meiſters Guldenmann vorgeführt ward, und ging hinaus, um die Abreiſe dieſes Mannes genau mit anzuſehen.
Sobald ſie das Zimmer verlaſſen hatte, ſetzte


