Teil eines Werkes 
2. Bd. (1856)
Entstehung
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In langſamen Tagereiſen und oft unterbrochen durch Ruhetage ward dann die Reiſe bis zum Wein⸗ bergshäuschen zurückgelegt.

Fritz hatte ſich während derſelben merklich erholt und konnte, als der Wagen unten auf dem breiten Landwege hielt, die Strecke bis zu dem kleinen Hauſe rüſtig und ohne den ſtützenden Arm ſeiner Louiſe zurücklegen.

Es war Mai geworden— Mai 1815— und obgleich die Kriegsfackel von neuem in wilden Flam⸗ men brannte, ſo wohnte doch dort unter dem grauen Schieferdach Friede, Liebe und Treue.

Als Treufeldt gänzlich und völlig von ſeiner Wunde geneſen, war der zweite Pariſer Friede längſt geſchloſſen. Es konnte ihm alſo auch keinen großen Kummer machen, daß er zum Militärdienſt unfähig geworden.

Er erhielt ſeinen Abſchied als Obriſt⸗Lieutenant, lebte als Landmann auf dem Weinbergsgute, das unter ſeiner und Louiſens Hand mehr und mehr ein kleines Paradies wurde.

Im Jahre 1820 gebar Louiſe ihren älteſten Sohn, ein Glück, auf das ſchon niemand von der Familie mehr zu hoffen gewagt hatte.

Lydia ſah noch ihren Knaben heranwachſen,

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