Teil eines Werkes 
2. Bd. (1856)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

254

das ſterbend mich und ihn und unſer Kind bis zu der Ruine getragen, deren rauchgeſchwärzte Mauern die einzige Schutzwehr zwiſchen uns und den Wölfen bildeten, die heulend die öde Steppe durchzogen.

„Er konnte gerettet werden, ſein Fuß war zer⸗ ſchmettert, und die Nähe eines Arztes, ein wenig Pflege, ein warmes reines Lager, hätten St. Albans am Leben erhalten. O Louiſe, ich ſah ihn ver⸗ ſchmachten, ſah ihn zollweiſe ſterben, drei lange und furchtbare Tage, drei Winternächte hindurch, deren Grauen kein menſchliches Hirn zu faſſen fähig iſt. Und doch, meine Schweſter, doch ſind ſie mir eine theure Erinnerung, doch ſegne ich das Schickſal, das mich wenigſtens nicht von dem Geliebten trennte. Seine letzten Seufzer und Gebete verklangen nicht in der leeren Luft, ſie ſielen in das Herz, das ihn liebte. Selbſt der Trunk Waſſer aus Schnee, den die Wärme meiner Hand ſchmolz, war eine Erquik⸗ kung, die ich ihm reichen konnte, und er ſtarb mich ſegnend und mir dankend.

„O Louiſe, Louiſe, meine Schweſter, überall, wo die Liebe wirkt, iſt ſie ein Bote des Himmels und das liebende Herz beſiegt ſicherlich auch die Schreckniſſe der Hölle.

„Du liebſt Deinen Gatten, wohl Dir, er lebe

oder ſte nur ihr „1 Schwef D fühle. gung, es, al⸗ Dahin heiligen mit ei einer 2 Gedan ſchien, Geſpra ſeine zu heil aber d Louiſe aufreg⸗ S Winte tièere zu kön!