Teil eines Werkes 
2. Bd. (1856)
Entstehung
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das Ihr Verdienſt, Madame, und das Werk der großen Liebe, die er für Sie hat. Waͤre er unruhig, minder geduldig und nicht von einer ſo eiſenfeſten Conſtitution, ſo wäre er längſt nicht mehr unter den Lebenden; heute glaube ich Ihnen die feſte Verſiche⸗ rung geben zu können, daß er Ihnen erhalten wird.“

Am Tage, da Louiſe dieſe tröſtliche Nachricht er⸗ halten, kehrte auch Herr Wohlgemuth zu ſeinem Freunde St. Albans zurück, um vor ſeiner Heimkehr ins Vaterland Abſchied von ihm zu nehmen, und nach Jahre langer Trennung lag Louiſe zum Erſtenmal wieder in den Vaterarmen.

Louiſens Vater war es geweſen, der kurz nach der Schlacht von Laon den jungen preußiſchen Offi⸗ eier im Lazareth geſehen, erkannt und dem Schutze und der Pflege ſeines gütigen Freundes übergeben hatte. Damals wußte der verbannte Vater noch nicht, daß Treufeldt bereits der Gatte ſeiner Tochter ſei, er erfuhr es erſt aus Louiſens Munde.

Eine neue Zeit war nun angebrochen, unter Blut und Thränen zwar, aber dennoch hoffensreich und glückverheißend.

Mit gemiſchten Gefühlen empfing Herr Wohl⸗ gemuth aus dem Munde ſeiner Tochter Nachricht von den Seinen, auch Lydia's Geſchick konnte ihm

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