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Leben ohne dieſe würde mir wahrſcheinlich zur Hölle werden.“
„Aber um Gottes Willen, Kind, liebes Kind, was iſt Dir? was haſt Du? wer hat Dir etwas zu Leide gethan? Du biſt gewiß krank!“ ſagte die er⸗ ſchreckte Mutter, indem ſie ihre Arme um den Nacken der Lieblingstochter ſchlang.
„Ich bin nicht krank, Mama, ich bin ſo wohl wie immer, aber ich fühle mich hier unglücklich und unzufrieden, ich weiß nicht was mich kränkt und ärgert, wenn's nicht etwa der Vorzug iſt, den hier im Hauſe jeder ohne Unterſchied meiner Schweſter giebt. Tante und Onkel, der Präſident und der blinde Vetter, Alle nehmen nur Rückſicht auf ſie. Komme ich in einen Ballſaal, da bin ich freilich die Erſte, da hat man nur Augen für mich; aber im Hauſe— — Mama, ich glaube, mich liebt kein Menſch auf Erden—!“ Thränen ſtürzten aus den Augen des ſchönen jungen Mädchens, und vergebens ver⸗ ſuchte die rathloſe Mutter den heißen Schmerz ihres Lieblings zu beſchwichtigen.
„Wir wollen fort von hier, wir wollen nach Elbing, Lydia,“ ſagte ſie endlich,„was ſollten wir auch hier, mein ſüßes Kind, wenn es Dir hier nicht gefällt. Faſſe Dich nur, beruhige Dich nur, mein


