Teil eines Werkes 
1. Bd. (1856)
Entstehung
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mir zugleich geboten, indem ich Dich zu meiner Gattin machte.“

„Laſſen Sie die Vergangenheit ruhen,“ entgegnete Sophie,„waren wir doch beide Kinder und die Liebe der Jugend muß nur zu oft wie ein Traum zer⸗ flattern. Welche Hinderniſſe hätten Sie auch beſte⸗ gen müſſen, Sie ein Edelmann, ein Officier ohne Vermögen, um das mittelloſe bürgerliche Mädchen zu heirathen!— Es war alles gut, alles am beſten, ſo wie es war. Ich empfing, als Sie mir mein Gelübde zurückgegeben, aus der Hand meines Gatten mit dem Reichthum die Möglichkeit, meine wiſſens⸗ durſtige Seele nach allen Seiten hin auszubilden, und nur Eins ſchmerzt mich, daß Sie nicht eine Frau gefunden, die durch Liebe Ihren wilden Sinn gebändigt.“.

„Liebe!“ ſagte der Major,„verdient Der Liebe, meine Freundin, der ſie verrieth? Nein! mir, dem Wilden, Hochmüthigen konnte nur ein Weib auf Erden Liebe ſpenden; ſeitdem ich dieſe weggeworfen, iſt das Schwert meine Braut. Aber ein Mann wie ich, den keine Familienbande feſſeln, iſt dieſer Zeit nothwendig, und Sophie, in dieſen beiden Kindern lebt unſere Vergangenheit auf, und es kommt mir vor, als waͤre es unſere Pflicht, die Zukunft dieſer