Teil eines Werkes 
1. Bd. (1856)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

iſt lie⸗

et und ze und m die hen in

liebes

wahr⸗ ltern!“

Mäd⸗ e habe eweiſen e liebe ut!“

279 Zehntes Capitel.

O ſchlimmer Tag, o ſchlimme Stund'! Die uns für immer ſchied, Da ſind aus meines Herzens Grund Geflohen Freud und Fried'. Geibel.

Drum die Ihr uns liebt, nicht geweint und geklagt, Das Land wird ja frei und der Morgen tagt, Wenn wirs auch nur ſterbend gewannen!

Körner.

Die Frühlingsſonne ſchien hell in die Zimmer der Frau Sophie Wohlgemuth. Orangen, Horten⸗ ſten, prächtige Roſen, Goldlack und Reſeda wiegten ſich in ihrem Strahl und verhauchten ihre Düfte in das Zimmer.—

Die Dame ſaß auf dem Sopha, bleich wie ein Wachsbild in ihrem ſchwarzen Kleide, das, der fre⸗ chen Mode der Zeit Hohn ſprechend, hoch an den Hals hinaufging und die Arme bis an die Finger⸗ ſpitzen bedeckte. Ihr braunes Haar, ebenfalls der Mode der Zeit entgegen, welche kurze Löckchen ver⸗ langte, ſchlang ſich in einfachen Flechten um den Hin⸗ terkopf und ließ die edle Stirn frei.

Louiſe, blühend wie eine Roſenknoſpe, ſaß neben ihr, und vor den beiden ſtand ein Mann in der