Teil eines Werkes 
1. Bd. (1856)
Entstehung
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Ich freilich kann nicht beurtheilen, welchen Zu⸗ ſammenhang dieſe drei untereinander haben. Viel⸗ leicht weil ich ſelbſt ein Weib bin und ohne mehr Wein zu trinken, als Amſeln oder Rothkehlchen, doch wie dieſe harmloſen Geſchöpfe zu ſingen liebe, ohne daran zu denken, ob jemand auf mein Gezwitſcher horcht.

Die Weinberge am Oderufer, die liebe ich aber von ganzem Herzen und von ganzer Seele, und oft ziehen meine Gedanken und Träume dorthin und ich ſehe die goldenen Lichter des Abends auf den Silberwellen der Oder glänzen, ich ſebe die bläuli⸗ chen und violetten Duft⸗Schleier, mit denen der ſinkende Sommertag die Hügelreihen zwiſchen Sabor und Grüneberg ſchmückt, und das tiefe Grün der Wieſen, das da, wo das kleine Flüßchen Obra in die mächtige Oder einmündet, wie ein Sammettep⸗ pich zum Mondſchein⸗Tanz für die Nixen ausge⸗ breitet liegt. 1

Hier an dieſer ſchönen Stelle treten die Wein⸗ berge des rechten Oderufers, zwiſchen Padilgar und Croſſen bis dicht an den Fluß, in deſſen klaren Wellen ſie ihren Fuß zu baden ſcheinen, während ſie auf der linken Seite bis Grüneberg zurückwei⸗ chen, ein reizendes geſegnetes Thal bildend, aus dem ſich lachende Dörfer, uralte Herrenſitze, grünende