Teil eines Werkes 
3. Theil (1862)
Entstehung
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Scharfrichters, der ſich nachdenklich auf ein Schwert von ungewöhnlicher Geſtalt und Größe lehnte.

Die Eingetretenen hefteten einen Blick auf dieſe grauenerregende Vorrichtung und dann wendete ſich Conrad Letzkau an den Plauen, der mit Sefeln und noch drei andern Ordensrittern in einem der großen, auf die Mottlau blickenden Fenſter ſtand.

Was bedeutet das, Herr Comthur von Danzig? fragte er mit feſtem Tone.

Daß der Tag des Gerichtes über Euch Rebellen und Schurken jetzt hereingebrochen und daß Keiner von Euch lebendig dieſen Raum verlaſſen wird, entgegnete der Gefragte.

Und welches Gericht hat uns freie deutſche Män ner, Bürgermeiſter und Rathsherren zum Verbrechertode verdammt? fragte Letzkan mit unverringerter Feſtigkeit.

Mein Wille und meine Macht, ſagte Plauen. Hat Euer Wille ohne die Einſtimmung Euer Lehns⸗ herren eine arme verlaſſene Jungfrau, die ſo ſchuldlos war wie die beſte Eurer Töchter, zur ſchmählichen Ent ehrung und Mißhandlung verdammt, hat Euer Wille Euch trotzen laſſen gegen die Befehle Eurer Herren und ihnen Zoll und Kriegsſteuer verweigern, ſo empfindet jetzt, daß auch der unſerige ſeine Macht hat. Ich, Heinrich von Plauen, will, daß Keiner von Euch Schurken und Verrä⸗