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Pflug ziehen und ihre Schlafſtätte war wenig beſſer als die der Hunde, ihre Kleidung Lumpen oder Thierfelle. — Niemals, oder doch nur in den ſeltenſten Fällen un⸗ terrichtete man ſie in adeliger Weiſe und Sitte, und ſo kam es denn, daß ſie, die als Jünglinge und Knaben von Rang das Preußenland betreten hatten, als elende Ausgeſtoßene dort lebten und ſtarben.
Bruno, der Brückenwärter, war zwar in der näch⸗ ſten Nähe des höchſten Ordensgebietiger geblieben. Was ihn aber vor dem geiſtigen Verſinken der natürlichen Folge der Sclaverei gerettet, war der Umſtand, daß er dem greiſen Brückenwärter, einem ehemaligen deutſchen Lanzenknecht, übergeben wurde. Dieſer hatte den ſchönen Knaben lieb gewonnen und ihn unterrichtet in allen Lei⸗ besübungen und Waffenſpielen, deren er ſelbſt Meiſter war. Das Leben in der freien Natur hatte auch dazu beigetragen, den kräftigen Knaben zu einem kräftigen Mann zu entwickeln, und endlich hatte ſich auch ein Frauenherz ſeiner angenommen und den Verwaiſten be⸗ ten und lieben gelehrt.
Die unglückliche Frau unter dem Namen Hexen⸗ trude den Bürgern und Rittern in Marienburg wohlbe⸗ kannt, hatte den heranwachſenden Knaben erſt in einer Krankheit gepflegt und war dann ſtets ſeine Freundin und Schützerin geblieben. Von ihr hatte er die deutſche


