Teil eines Werkes 
2. Theil (1862)
Entstehung
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ben jetzt in Böhmen viele Leute ſo plötzlich, von denen man das ſagt. Auch meinen die Klätſcher, die Lehens⸗ vettern Heinrich's von Roſenberg wüßten gar wohl, wo die Schriftſtücke zu finden ſeien, die das ſonnenklare Recht des jungen Fräuleins bewieſen, das jetzt hier in Preußen umher irrt. Ihr wißt, der Verleumdung entgeht Niemand.

Aber horcht, Zawiſch! denn ſo heißt Ihr ja wohl, wie der große Roſenberg, Euer Ahnherr, ich glaube, das Gewitter, das ſeit der Abenddämmerung droht, wird noch ehe der Morgen graut, dieſe Schläfer hier Alle ſtören. Ich ſelbſt werde nicht ſchlafen, auch wenn der Himmel heiter wird, ich bedarf des Schlafes nur wenig, Ihr wißt das, und ſo meine ich, es wäre gut, Ihrſchicktet mich noch in dieſer Nacht ab, dann erreiche ich in der Frühſtunde die erſten Poſten der Deutſchherren und kann es bewirken, daß Ihr und dieſe Leute noch vor Abend die Grenzen überſchreiten und in einem Dorf oder einer offe⸗ nen Stadt eine beſſere Herberge finden könnt, als der wilde Wald hier ſie uns bieten kann.

Thut, was Euch in dieſer Beziehung gut dünkt, Chwal, entgegnete der Jüngling, offenbar der erſte Be⸗ fehlshaber des Reiterzuges.Ich weiß, Ihr ſeid der Mann darnach Euch bei Nacht und Gewitter auf den unbekannteſten Pfaden zurecht zu finden,