Teil eines Werkes 
2. Theil (1862)
Entstehung
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Erſtes Capitel.

Ueber dem dichten unwegſamen Walde, der im Weſten die Grenze zwiſchen dem preußiſchen Ordens lande und dem Gebiete des Königs von Polen bildete, lag brütend eine Gewitter ſchwüle Sommernacht.

Die Luft war ſtill, ſo daß kein Zweig, kein Blätt chen ſich regte, und der Himmel, von dichten Gewitter wolken bedeckt, ließ kein Sternchen erſchimmern. Auf dem Boden aber regte ſich menſchliches Leben. Ein Reitertrupp hatte ſich hier gelagert. Die Pferde, an Baumſtämme gebunden, fraſſen aus den vorgebundenen Futterbeuteln. Es waren zum Theil kleine Thiere mit ſtruppigem Haar und wild flammenden Augen, denen man es anſah, daß ſie, an jede Strapatze gewöhnt, zum Ertragen von Hunger und Durſt, zu weitem und ſchnel⸗ lem Ritt abgerichtet, aber auch nur von ihrem Herrn zu bändigen ſeien. Dieſe, welche ihre Thiere ſchon vor länger als einer Stunde mit allem Nothwendigen ver⸗

Cin Bürgerneiſter. II 1