Teil eines Werkes 
1. Theil (1862)
Entstehung
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Auch Frauen kamen des Wegs daher. Zierlich mit Schneppenhauben angethane Bürgerstöchter aus der Stadt Marienburg, die mit ihren Mägden nach der Bleiche jenſeits des Stromes gingen, um Linnen, das ihre fleißigen Hände gewebt, dort der alten Trude zu übergeben, die in dem Ruf ſtand, daß ſie die Mondſtrah⸗ len auffangen und damit das bleichende Linnen ganz blendend weiß machen könne.

Arme Bäurinnen, die den Ertrag ihres Landes auf dem eigenen Rücken zu Markte brachten, und Fiſcher⸗ frauen in Röcken von hochrothem Wollenſtoff mit großen ſchwarzen Gurten, die geräucherte Aale in großen Mul⸗ den von Pappelholz vor ſich hertrugen.

Der Strom ſelbſt bot dem Auge ein nicht minder beliebtes Bild. Lange ſchmale Flußſchiffe mit einem ho hen Maſte, mit Talg und Leder, auch mit Kalkſteinen und gebrannten Ziegeln beladen, kamen und liefen unfern der Brücke am Schloßufer an. Fiſcherboote, voll gepackt mit Häringen und Flundern, die das nicht allzu ferne Meer geliefert hatte, und mit Wels, Stöhr, Lachs und all' den andern Fiſchſorten, die in den fiſchreichen Strömen Nogat, Weichſel und Elbing gefangen worden, ſuchten ſich einen Platz zum Verkauf ihrer Waare an dem Boll⸗ werk der Brücke. Holztrefflen aus den höher gelegenen waldigen Gegenden der Weichſel bei Culm und Schwetz,