Teil eines Werkes 
1. Theil (1862)
Entstehung
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Erſtes Kapitel.

Morgengrauen! Der Himmel iſt klar und wölbt ſich wie ein ſtählernes Schild, das von einzelnen goldenen Stiften verziert iſt, über der ſchlafenden feierlichen Erde.

Auch der breite Nogatſtrom ſchillert wie Stahl in der erſten Tagesdämmerung und ſeine Wellen murmeln, indem ſie an die Pfeiler der Brücke ſchlagen, auf der noch kein lebendes Weſen ſich regt. Selbſt der Wächter, der den Zoll von allen Denen einzufordern hat, welche mit beladenen Wagen oder Schiebkarren die Brücke paſſiren, liegt noch träumend auf ſeinem Binſenlager und ſtreckt die markigen Glieder in feſtem Schlafe.

Neben ihm liegt ſein Wolfshund Toktamiſch, ein Thier, rieſig wie ſein Herr, aber auch wie dieſer gutartig und ſeiner Wildheit entwöhnt. Er hat den zottigen Kopf auf ſeines Herrn Bruſt gelegt und Beide athmen tief und ruhig.

Am Himmel droben erlöſchen indeß mehr und mehr der goldenen funkelnden Sterne vor dem überhand neh⸗ menden Lichte, das vom Saume des öſtlichen Horizonts

Ein Bürgermeiſter. 1. 1