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„Kannſt du denn glauben, mein Kind ent⸗ gegnete die Mutter,„daß ich mich nicht ganz in deine Lage verſetze, und ſie mehr beklage als die meinige? In deinem Alter iſt die Einſamkeit, die gaͤnzliche Abgeſchiedenheit von der Welt, al⸗ lerdings weit ſchwerer zu ertragen, als in dem meinigen. Ich habe in meinem ſo viel laͤngeyen Leben des Guten ſchon unendlich mehr genoſſen, habe als Gattin eines geachteten Mannes die Auszeichnung, die ihm ward, getheilt. Dies alles zu entbehren, wird freilich auch mir nicht leicht; doch ſind es nicht die Freuden der großen Welt, die mich locken, weil meine reifere Erfahrung ihnen nicht mehr den zauberiſchen Reiz leiht, den ſie fuͤr deine jugendliche, noch unbefriedigte Einbildungskraft haben.— Gelaͤnge es mir al⸗ ſo nur, dich ergeben in dein Geſchick zu ſehen, ſo wuͤrde ich mich ſelbſt hier noch gluͤcklich nen⸗ nen, weil im Laufe mancher, faſt ununterbrochen ruhig dahingefloſſenen Jahre, kein Gefuͤhl mein Herz ſo erhoben, ſo beſeligt hat, als das, deſ⸗ ſen ich mich auch hier noch erfreuen koͤnnte, das Gefuͤhl Mutter zu ſein!“—
Tief geruͤhrt uͤber dieſe zaͤrtlichen Worte, warf


