Teil eines Werkes 
6. - 9. Th. (1859)
Entstehung
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Todtenbett verſchiebt; ich glaube, daß die Reue auf dem Todtenbett nicht nutzlos ſeyn kann.

Alban ſah nachdenklich aus, und George wandte ſich wieder zu Waiſe, welchem Vance die Entdeckung von Sophy's Verwandtſchaft erzählte, während Fairthorn im Zuhören ſeine Flöte aus der Taſche zog und ſie einzuſchrauben begann, da es ihn drängte in zarter Muſik Gefühlen Luft zu ſchaffen, die er für ſeine täppiſche unmelodiſche Zunge nicht hätte in Worte bringen können. Der Oberſt geht zu Darrell und beeilt ſich ihm die Geſchichte, welche Vance eben Waife vorträgt, vollſtändiger zu entwickeln.

Wir wollen die dem Leſer ſchuldige Erklärung möglichſt kurz machen.

Vance's Schweſter war im Kindbett geſtorben. Der arme junge Poet, unfähig mit dem Mangel zu kämpfen ſeine gefühlvolle Na⸗ tur hatte es mit einem Körper zu thun, welcher der Anſtrengung er⸗ ſchöpfender Aufregungen nur ſchwach widerſtehen konnte enttäuſcht in ſeinen Hoffnungen auf Ruhm, verzweifelnd an allem Glück, wegen ſeines Brods auf den noch ganz jungen Bruder ſeiner Frau angewie⸗ ſen und von kleinen Schulden gequält in einem fremden Lande, hatte ſich ſchnell abgehärmt, noch ehe dieſes letzte Unglück kam, gegen wel⸗ ches alles Andere als Nichts erſchien. Bei dieſem Jammer brach er auf einmal zuſammen und ſtarb wenige Tage nach ſeiner Frau, mit Hinterlaſſung eines Kindes, das noch keine Woche alt war. Eine franzöſiſche Theaterſängerin von einigem Ruf, die eine Kunſtreiſe in der Provinz machte, wohnte in demſelben Haus wie das junge Paar. Sie beſaß jenes mitleidige Herz, das bei den Stämmen, welche die proſaiſche wahre Welt verlaſſen, um ſich der leichtern, funkelnden und falſchen zuzuwenden, gewohnlicher iſt als Klugheit oder allzu ſtrenge Grundſätze. Sie hatte dem jungen Paar in ſeinen letzten Tagen mit ihrer Börſe und freundlichen Dienſtleiſtungen beigeſtanden; ſie war bei der Geburt des Kindes und dem Tode der Mutter zugegen gewe⸗ ſen, und ſie hatte Arthur Branthwaite verſprochen, ſie wolle ſein Kind