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ſammeln werden, wenn ſchon manche lange Genealogie, deren Wappen⸗ ſchilder in Azur und Gold prangen, keinen Fetzen für die Motten mehr hinterlaſſen haben wird.“
„Ah!“ murmelte Lionel,„war nicht ich es, Sophy, der Euch
1 Eures Vaters Genius lieben lehrte? Erinnert Ihr Euch nicht, wie ſein Buch, als wir es zuſammen laſen, uns unſere eigenen Gefühle zu überſetzen, uns näher zu einander hinzuziehen ſchien? Er ſprach zu uns von ſeinem Grabe aus.“
Sophy gab keine Antwort; ihr Geſicht war an der Bruſt des alten Mannes verborgen, an den ſie ſich immer feſter anklammerte.
„Iſt es ſo?“ iſt es gewiß? Beſteht kein Zweifel, daß ſie das Kind dieſer geehrten Eltern iſt?“ fragte Waife zitternd.
„Keiner,“ antwortete Alban;„wir bringen Beweiſe mit, die meine ganze Geſchichte aufklären werden.“
Der alte Mann beugte eine Weile ſein Haupt über Sophy's ſchöne Locken; dann erhob er es heiter und würdevoll:„Ihr ſeyd noch für einen Augenblick mein, Sophy,“ ſagte er.
„Euer für immer— zärtlicher, dankbarer als je!“ rief Sophy.
„Es gibt nur einen einzigen Mann, dem ich Euch mit meinem Willen abtrete. Sohn von Charles Haughton, nehmet meinen Schatz!“ „Ich willige ein,“ rief Vance,„obſchon ich auf die Seite ge⸗ 1 ſchoben werde wie ein hartherziger Baron. Und Lionello mio, wenn Frank Vance ein Knicker iſt, ſo iſt es um ſo beſſer für ſeine Nichte.“ .„Aber,“ ſtammelte Lionel. 48 O ſtammle nicht. Schau in dieſe Augen; lies dieſes Erröthen 1 jetzt! Sie blickt ſcheu, nicht widerſtrebend drein. Sie neigt ſich vor.
ihm, geſchmückt wie zur Liebe mit all ihrer angeborenen Grazie.
Die Luft ſcheint aufgeheitert durch ihr Erblühen. Nicht mehr das 3 4 außer dem Geſetz ſtehende Kind der Schande und des Betrugs, ſon⸗ dern die ſternglänzende Tochter der Poeſie und Kunſt! Seht! wie
ſie dahingleiten unter den laubloſen melancholiſchen Bäumen. Laublos
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