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welchem ich mich vermuthlich nicht betrinken werde, obſchon ich es lieber thun möchte als nicht. Aber ich unterbreche Euch; fahret fort.“
Lady Montfort berichtete ihm nun vom Hauptinhalt der Papiere, welche ſie in Betreff des Geheimniſſes geleſen hatte, das die Urſache von ſo viel Unruhe und Bitterkeit geweſen war.
Der Oberſt ſtreckte begierig ſeine Hand nach den angeführten Do⸗ cumenten aus. Er überflog haſtig den Inhalt des erſten Papiers, auf das er ſtieß, dann zog er ſeine Uhr heraus und ſagte:„Nun, ich habe noch eine halbe Stunde übrig, um dieſe Gegenſtände mit Euch zu er⸗ örtern.— Darf ich Eurem Kutſcher befehlen, um den Regentspark zu fahren?— Beſſer als daß wir ſo vor meiner Thüre warten, während ich vier alte Jungfern zu Nachbarinnen gegenüber habe. Der Befehl wurde gegeben, und der Oberſt kehrte zu den Papieren zurück. Plötzlich ſchaute er auf— ſchaute Lady Montfort voll in's Geſicht mit einem gedankenvollen, ſuchenden Blick, vor welchem ſie ihre eigenen Augen ſenkte; und ſie ſah, daß er Jaſpers Bekenntniß in Betreff ſeines An⸗ ſchlags zur Vereitelung ihrer Verbindung mit Darrell geleſen, denn in ihrer Haſt und Aufregung hatte ſie verſäumt dieſes Document von den andern abzuſondern.„O, nicht dieſes Papier, Ihr dürft das nicht leſen,“ rief ſie, indem ſie ſchnell die Schrift mit ihrer Hand bedeckte.
„Zu ſpät, meine liebe Baſe. Ich habe es geleſen. Alles iſt jetzt klar. Lionel hatte Recht, und ich hatte auch Recht in meinen Ueber⸗ zeugungen, obſchon Darrell meine Fragen ſo kühl auf die Seite ſchob, als ich zum letzten Mal in Fawley war. Ich bin jetzt gerechtfertigt mit all den Mühen, die ich mir nahm, um in meinem ſchlau grau⸗ ſamen Brief an George die Heirath Lionels ſicher zu ſtellen. Wißt, Lady Montfort, daß, wenn Lionel ſein Glück der Rückſicht auf Guys Ahnenverehrung geopfert hätte, Guy Darrell ſich bei ſeiner Ehre ver⸗ pflichtet geglaubt haben würde, nie wieder zu heirathen. Er ſagte mir das— er ſagte mir, er würde ſich für einen Betrüger halten, wenn er irgend einen Schritt thäte, um einen jungen Mann, von dem er ein ſolches Opfer gefordert hätte, des Namens und Erbes zu berauben,


