Teil eines Werkes 
6. - 9. Th. (1859)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

42

Nähe von Twickenham ziehen, dort ein Häuschen miethen und ſeine Kunſt treiben; und Sophy ſollte bei ihm wohnen, aber wie jetzt einen Theil jedes Tags bei Lady Montfort zubringen.

So wurde es beſchloſſen. Waife verſtand ſich dazu ein noch auf den Gütern des Wittwenſitzes gelegenes Häuschen zu bewohnen, unter der Bedingung, daß er einen Zins dafür bezahle. Und George Morley beſtand auf dem Vorrecht dieſes Haus zum Empfang ſeines alten Lehrers vorzubereiten, indem er es in ſeiner äußern Erſcheinung einfach und ländlich ließ, aber ſeine angenehmen Zimmer mit all dem Comfort und beſcheidenen Luxus ausſtattete, den ſeine Kenntniß der Liebhabereien und Gewohnheiten des alten Mannes ihm eingab; ein Zimmer für Sophy, mit den zierlichſten Tapeten behangen, nebſt einer umfaſſenden Ausſicht auf den Fluß. Waife konnte trotz ſeiner ſtolzen Bedenklichkeiten ſolche Gaben von einem Manne nicht ab⸗ lehnen, deſſen Glück und Laufbahn er durch ſeine kunſtreichen Lektionen begründet hatte. In der That hatte er George bereits erlaubt ihm wenigſtens durch einige Beiträge zur Rückbezahlung der hundert Pfund behilflich zu ſeyn, die Mrs. Crane vorgeſchoſſen. Die Jahre, welche er einem Gewerbe gewidmet, das durch ſeine Geſchicklichkeit einträglich wurde, hatten den Korbmacher juſt in den Stand geſetzt mit Hilfe ſeines Schülers dieſe Schuld ratenweiſe abzutragen. Er hatte die Befriedigung zu denken, daß ſeine Induſtrie die Summe beſchafft habe, der ſeine Enkelin ihre Befreiung von dem fluchwürdigen Rugge verdankte.

Lady Montforts Abzug(welcher der Wegreiſe Waifes um einige Wochen voranging) wurde von den Armen in ihrer unmittelbaren Nachbarſchaft mehr betrauert, als von den reicheren Familien, welche die ſogenannte Geſellſchaft einer Provinz ausmachten; und die Düſter⸗ keit, welche durch dieſes Ereigniß über das Dörfchen in der Umgebung der königlichen Wohnung geworfen wurde, nahm noch zu, als Waife und ſeine Enkelin ebenfalls wanderten.

Während der letzten drei Jahre hatte der alte Mann, kühn