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dem Maße unterjocht, wie er die Stunde zu treffen weiß— der, wenn er, wie Burke, Etwas ſpräche was vom Hauptgegenſtand abläge, aber das vollſte Lob der Stubengelehrten erwerben würde, gleich Burke ſeine Zuhörerſchaft verdünnen und gegenwärtigen oratoriſchen Erfolg gegen bleibende intellektuelle Berühmtheit vertauſchen müßte— kurz ein Mann, deſſen Redekunſt ſich hauptſächlich in der Debatte aus⸗ weist, wird, gleich einem Schauſpieler, mit lautem Beifall und gänz⸗ licher Vergeſſenheit belohnt. Waife auf dem Dorſtheater würde kei⸗ nen minder lauten Beifall gewinnen, und auf den Beifall könnte keine vollſtändigere Vergeſſenheit folgen.
Darrell war nicht blind gegen die Kürze ſeines Ruhmes. In ſeiner früheren Abgeſchloſſenheit hatte er ſich ergebungsvoll dieſer Ueberzeugung gefügt— jetzt betrübte ſie ihn. Damals hatte, ohne daß er es ſich ſelbſt geſtand, die Idee, daß er dennoch im thätigen Leben wieder auftreten und Etwas thun könnte was die Welt nicht gerne ſterben laſſen würde, das Angeſicht dieſer ruhigen Natur ge⸗ ſänftigt, aus deren Bereich und Sehkreis er jetzt bald entrückt werden ſollte. Am Baume der Zeit war er ein bereits auf dem Zweige ver⸗ dorrtes Blatt— ohne daß eine Inſchrift in die Rinde eingegraben war.
Immer langſam, wenn es ſich darum handelte ſchwachem Be⸗ dauern nachzugeben— immer ſeine eigenen inneren Feinde zu be⸗ kämpfen ſuchend— ſagte Darrell eines Nachts, als Fairthorns Flöte die Melodie einer Romanze durch die melancholiſchen Mauern hin⸗ ſäuſeln ließ, zu ſich ſelbſt:„Iſt es zu ſpät, um dieſes noch immer geſchäftige Hirn zu Werken anzuwenden, welche leben werden, wenn ich Staub bin, und um durch die Nachwelt den Erben zu erſetzen, der meinem Hauſe fehlt?“
Er ſchloß ſich mit unſterblichen Autoren ein— er ſann über die Wahl eines Themas nach; ſeine Kenntniſſe waren umfaſſend, ſein Ge⸗ ſchmack fein gebildet;— Worte! an Worten konnte es ihm nicht fehlen!— Warum ſollte er nicht ſchreiben? Ach ja, warum?— Er, der in ſeiner Jugend nie ein Schriftſteller geweſen, kann in ſeinem


