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und deren Kindheit dem Hauſe des großen Mannes ein Lächeln ge⸗ liehen, bevor Kindheit und Lächeln es verlaſſen hatten.
Während ſie ſich ſo unterhielten, bekam Lionel von Zeit zu Zeit in den Biegungen des Wegs in der Ferne George Morley zu ſehen, der ebenfalls an der Seite einer jungen Gefährtin einherſchritt, und ſo oft er dieſen Anblick erhaſchte, ſchoß eine ſeltſame unruhige Neugierde durch ſeinen Geiſt und lenkte ihn ſogar vom Lobe Guy Darrells ab. Wer konnte dieſe Dame bei George ſeyn? War es eine Verwandte von Lady Montfort? Die Geſtalt trug keine Trauer; ſie ſchien ſchlank und jugendlich— jetzt geht ſie an dieſem Akazienbaum vorbei— ſteht einen Augenblick bei Seite und abgeſondert von Georges Schatten, aber ihr eigener Umriß wird dunkler in dem überhandnehmenden Zwielicht— jetzt iſt ſie vorübergegangen und hat ſich unter den Lor⸗ beeren verloren.
Lionel und Lady Montfort kamen nunmehr vor die Fenſter des Hauſes, das für den Rang der Eigenthümerin nicht groß, aber bequem war und keine Anſprüche auf architektoniſche Schönheit machte— dunkelrothe Ziegel— anderthalb Jahrhunderte alt— unregelmäßig; da hervorſtehend, dort zurücktretend, ſo daß jene Tiefe von Licht und Schatten erzielt wurde, welche ſelbſt den am wenigſten geſchmückten Gebäuden einen gewiſſen pittoresken Zauber leiht— einen Zauber, dem die gothiſche Architektur die Hälfte ihrer Schönheit verdankt. Jasmin, Roſen, Geißblatt, Epheu zogen ſich an den Ecken und zwiſchen den Fenſtern hinauf. Das Haus hatte vollſtändig jenen heimiſchen Anſtrich, welcher der königlichen Steifheit von Montfort Court gefehlt hatte. Eines der Fenſter, das um eine kurze Wendel⸗ treppe über den Boden emporragte, ſtand offen. Lichter waren offenbar ſo eben in das Zimmer hereingebracht worden, und Lionels Auge wurde von dem Schimmer getroffen.
Lady Montfort ging die Treppe hinan, und Lionel folgte ihr in das Zimmer. Eine Harfe ſtand in einer Ecke— nicht fern davon das Piano und der Muſikſtänder. Auf einem der Tiſche lag ein
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