Teil eines Werkes 
3. - 5.Th. (1858)
Entstehung
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er ledig bleiben und, wie Mr. Pitt, kein anderes Weib haben wird als ſein Vaterland.

Nachdem der Oberſt ſeine Neugierde befriedigt und ſich verge⸗

wiſſert hatte, daß Darrell hier wenigſtens nicht als Bewerber ver⸗ ſchmäht worden ſey, erhob er ſich und trat zu Flora hin, um Frieden zu ſchließen und Abſchied zu nehmen. Als er ſeine Hand ausſtreckte, erſchrak er über die Veränderung auf einem gewöhnlich ſo heitern Ge⸗ ſichte es verkundete jetzt mehr als Betrübniß, es verrieth wahren Jammer; als ſie ſeine Hand nahm, behielt ſie dieſelbe und ſchaute ihm ernſt in die Augen; offenbar lag ihr Etwas auf dem Herzen, was ſie auszudrucken wünſchte, ohne zu wiſſen wie. Endlich ſagte ſie fluſternd:Ihr ſeyd Mr. Darrells vertrauteſter Freund; ich habe es aus ſeinem eigenen Mund; werdet Ihr ihn bald ſehen?

Ich fürchte nein; aber warum?

Warum? Ihr, ſein Freund, bemerkt Ihr nicht, daß er nicht glücklich iſt? Ich, eine bloße Fremde, habe es auf den erſten Blick ge⸗ ſehen. Ihr ſolltet ihn aufheitern und tröſten; Ihr habt dieſes Recht es iſt ein edles Vorrecht.

Meine liebe junge Lady, ſagte der Oberſt gerührt,Ihr habt ein beſſeres Herz als ich gedacht hätte. Es iſt wahr, Darrell iſt nicht glücklich; aber könnt Ihr mir eine Botſchaft geben, die ihn mehr auf⸗ heitern würde, als eines alten Junggeſellen alltägliche Ermahnungen guten Muth zu faſſen, den Regen von geſtern zu vergeſſen und morgen auf Sonnenſchein zu hoffen?

Nein, ſagte Flora betrübt,es wäre wahrlich Anmaßung von mir, wenn ich die Rolle einer Tröſterin übernehmen wollte; aber(ihre Lippen zitterten) aber wenn ich nach ſeinem Brief urtheilen ſoll, ſo werde ich ihn nie wieder ſehen.

Nach ſeinem Brief! Er hat alſo Euch auch geſchrieben wie Euerm Vater?

Ja, ſagte Flora verlegen und erröthend,einige Zeilen in Be⸗ antwortung eines einfältigen Brieſchens von mir: ja ſagt ihm, ich