oder zwei Tage brauchen kann. Möglicherweiſe werde ich jedoch auf den Abend wieder da ſein. Ruft mich um fünf Uhr und dann geht in die Ställe. Ich brauche keinen Groom zu meiner Begleitung.“
Am nächſten Morgen, als die Straßen noch verödet, die Häuſer noch ganz ſtill waren, aber die Sonne am Himmel ſtrahlte und die Luft friſch wehte, ritt Guy Darrell von ſeinem Hauſe weg. Er kehrte am ſelben Tage nicht zurück, eben ſo wenig am folgenden; er kam überhaupt nicht wieder. Aber ſpät am Abend des zweiten Tages hielt ſein Pferd, dampfend und augenſcheinlich ſcharf geritten, vor der Halle von Schloß Fawley an, und Darrell warf ſich vom Sattel herab in Fairthorns Arme.„Wieder zurück— wieder zurück— und um nie
mehr wegzugehen,“ ſagte er ſich umſchauend;„Spes et Fortuna valete!“
Siebenzehntes Kapitel.
Eines Mannes Brief— ungenügend und herausfordend, wie Männerbriefe . immer ſind.
Guy Darrell an Oberſt Morley.
. Schloß Fawley, 19. Auguſt 18—
Ich habe beſchloſſen, mein lieber Alban. Ich brauchte keine drei Tage dazu, obſchon der dritte Tag juſt vorüber ſein mag, bevor Ihr meinen Entſchluß erfahret. Ich werde nie wieder heirathen. Ich gebe dieſen letzten Traum der Neige meiner Jahre auf. Meine Abſicht bei der Rückkehr in die Londoner Welt war, zu verſuchen, ob ich nicht unter den ſchönſten und anziehendſten Weibern, welche die Welt — wenigſtens für ein engliſches Auge— hervorbringt, eines finden könnte, das mir jene einfache Neigung einzuflößen vermöchte, welche allein meine Hoffnung rechtfertigen dürfte, zum Dank dafür die Ach⸗ tung eines Weibes und ein zufriedenes Heimweſen zu finden. Dieſe Abſicht iſt jetzt für immer aufgegeben und mit ihr jeder Gedanke an


