Teil eines Werkes 
3. - 5.Th. (1858)
Entstehung
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Nie hatte Jaſper Loſely's Stolz von weiblicher Hand einen ſolchen Schlag ins Geſicht bekommen. Er war buchſtäblich betäubt. Me⸗ chaniſch eilte er zu Arabella Crane, und da er keinen Grund zum Geheimthun mehr hatte, ſondern im Gegentheil ein hoͤchſt dringendes Sehnen nach Mitgefühl empfand, ſo goß er ſeine Entrüſtung über das erlittene Unrecht bei ihr aus. Keine Mutter konnte troſtreicher ſeyn als Mrs. Crane. Sie beſchwichtigte, ſie ſchmeichelte, ſie gab ihm ein vortreffliches Diner, dann ließ ſie ihn in einen Sorgenſtuhl ſitzen und ſagte ihm ſo viel Schönes und Angenehmes, daß Jaſper, als er end⸗ lich aufſtand, um in ſeine Wohnung zurückzukehren, bemerkte:Wahr⸗ haftig, wenn ich buckelig, dumm und ſchwächlich geweſen wäre, ſo würde ich ein äußerſt hausbackener Charakter geworden ſeyn.

Vierzehntes Kapitel.

Kein Autor hat je einen mit der menſchlichen Natur verträglichen Cha⸗ rakter entworfen, ohne daß er genöthigt war ihm allerlei Widerſprüche zuzuſchreiben.

Ob aus Rührung über dieſe pathetiſche Sprache Jaſpers oder in Folge einer andern nicht minder weiblichen Regung, kurz Arabella Crane ſchien plötzlich den lobenswerthen und ſchwierigen Plan zu ent⸗ werfen, dieſen ſchrecklichen Böſewicht zu beſſern. Sie beſaß einige entfernte Verwandte in London, welche ſie ſelten mit einem Beſuch behelligte, und die ihr, im Fall ſie Etwas von ihnen bedurft hätte, die Thüren vor der Naſe zugeſchlagen haben würden. Da ſie aber im Gegentheil wohlhabend, dabei ledig war und ihr Geld vermachen konnte wem ſie wollte, ſo waren dieſe entfernten Verwandten ſtets freundlich in ihrem Benehmen und verſchwenderiſch in ihren Dienſt⸗ anerbietungen. Am nächſten Tag begab ſie ſich zu einem dieſer Vetter, der ein großer Geſchäftsmann war, und kam mit zwei großen, in