Teil eines Werkes 
1. - 2. Th. (1857)
Entstehung
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liebt. Ehe ich Paris verließ, verkaufte ich ihre Haarlocken an einen Perückenmacher, drei große Koffer voll. Aber es waren nur zwei da, die ich hätte dazu bringen können mit mir davon zu laufen, allein die armen Dinger wurden ſo ſcharf bewacht, daß ich mich genöthigt ſah ſie ihrem Schickfal, d. h. frühen Gräbern zu überlaſſen. Sprecht mir nicht von Erbinnen, Dolly, ich bin das Opfer von Erbinnen ge⸗

weſen. Aber eine reiche Wittwe iſt ein ſchätzbares Geſchöpf. Gegen

Wittwen, wenn ſie reich ſind, habe ich kein Wort zu ſagen, und um die

Wahrheit zu geſtehen, es iſt wirklich eine Wittwe vorhanden, die ich

verzaubert zu haben vermuthe, und deren nähere Bekanntſchaft mir aus ganz beſonderen Gründen wünſchenswerth erſcheint. Sie hat einen Bengel von Sohn, der eine Speiche in meinem Rad iſt; wäre ich ſein Stiefvater, würde dann nicht ich eine Speiche in dem ſeinigen ſeyn? Ich würde den Jungen das Leben lehren, Dolly! Hier ver⸗ ſchwand alle Spur von Schönheit aus Jaſpers Geſicht, und Poole, der ihn anſtarrte, ſtieß ſeinen Stuhl zurück.Aber, fuhr Loſely fort, indem er ſeinen gewöhnlicheren Ausdruck des Leichtſinns und der Kühnheit wieder gewann,aber ich weiß noch nicht genau, was die Wittwe außer ihrem Sohn in ihrem eigenen Beſitz hat; mittlerweile gibt es denn gar keine Ausſicht auf einen Robber für heute Abend?

Nein, wenn Ihr nicht Brown und Smith auf Kredit ſpielen laſſen wollt.

Ah bah! Aber da iſt noch Robinſon, er hat eine Tante, von der er borgen kann.

Robinſon! Er ſpeit Blut und hat einen Anfall von delirium tremens! den habt Ihr ſchön hergerichtet.

Kann Sorge von dem Becher fließen? ſagte Loſely,nun ja, ich vermuthe es allerdings, wenn Einer keinen ausgepichten Magen hat; aber Ihr und ich, Dolly Poole, wir haben Mägen ſo feſt wie Winterjacken und waſſerdicht wie Gutta⸗Percha.

Poole zwang ſich zu einem unheimlichen Lächeln, wäͤhrend Loſely heiter aufſprang, ſeinen Antheil am Raub in ſeine Taſchen ſtrich,