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ESpielet heute Abend, und ich verſpreche Euch in beſter Treue, daß ich entweder Euern Großvater hieherbringen oder dafür ſorgen will, daß Ihr ihm zurückgegeben werdet. Wenn Ihr Euch weigert, ſo werde ich, ohne damit eine Drohung ausſprechen zu wollen, dieſen Ort ver⸗ laſſen, und mein Glaube iſt, daß Ihr Eures Großvaters Tod ſeyn werdet.“
„Sein Tod— ſein Tod— ich!“
„Dadurch daß Ihr zuerſt ſterbet. Oh Ihr lächelt; Ihr würdet es für ein Glück halten zu ſterben. Was liegt Euch daran, ob dem alten Mann, den Ihr ſo innig zu lieben behauptet, das Herz bricht! Sophy, laßt die Selbſtſucht den Knaben, Ihr ſeyd ein Mädchen.— Leidet!“
„Selbſtſüchtig!“ murmelte Sophy,„ſelbſtſüchtig! Das hat man ſchon einmal von mir geſagt. Selbſtſüchtig!— Ah, ich verſtehe. Nein, ich darf nicht zu ſterben wünſchen— was würde aus ihm werden?“ Sie fiel auf ihre Kniee, und ihre gefalteten Hände empor⸗ hebend, betete ſie innig, ſtille— einen Augenblick, nicht länger. Sie ſtand auf.„Wenn ich ſpiele, dann— es iſt ein Verſprechen— Ihr werdet es halten. Ich werde ihn ſehen— er wird erfahren, wo ich bin— wir werden uns treffen.“
„Ein heiliges Verſprechen. Ich werde es halten. Oh Mädchen, wie ſehr werdet Ihr eines Tags lieben— wie wird Euer Herz Euch ſchmerzen! Und wenn Ihr in mein Alter kommt, ſo ſchauet in dieſes Herz, dann in Euern Spiegel— vielleicht werdet Ihr innen und außen mir gleich ſeyn.“
Sophy— die unſchuldige Sophy ſtarrte von Angſt ergriffen, aber ohne zu begreifen. Mrs. Crane führte ſie paſſiv zurück.
„Hier, ſie wird ſpielen. Setzet ihr den Kranz auf. Putzet ſie heraus. Hört Ihr, Mr. Rugge, dieß iſt für einen einzigen Abend. Ich habe Bedingungen mit ihr eingegangen: entweder müßt Ihr ihren Großvater wieder annehmen oder ſie muß zu ihm zurückkehren.“
„Und meine hundert Pfund?“ 7*
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