Teil eines Werkes 
1. - 2. Th. (1857)
Entstehung
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worfener mußte in der That der Mann ſeyn, von welchem der Mayor anerkannter Maßen überliſtet worden war, uus welchen der Mayor voll Unwillen den Vorwürfen ſeines eigenen Gewiſſens preisgegeben hatte. Aber der Krüppel war jetzt außer Sehweite, verloren unter dieſen Labyrinthen von ſchmutzigen Häuſern, welche in großen Städten ſo zu ſagen unſichtbar hingeworfen ſind und plötzlich hinter Straßen und Marktplätzen zum Vorſchein kommen, ſo daß Fremde, die nur durch die breiten Straßen mit glänzenden gasbeleuchteten Läden hin⸗ ſchlendern, ausrufen:Wo leben denn die Armen?

Drittes Kapitel.

Ecce iterum Crispinus.

Es geſchah nicht aus Berechnung, ſondern aus unwillkürlichem Drang, wenn Waife, als er auf ſolche Art den feindſeligen Blicken und dem höhniſchen Gemurre der an der Thüre des Mayors ver⸗ ſammelten Schwätzer entronnen war, in dieſe ſchmutzigen, abgelegenen

Gäßchen einlenkte. Er hatte eine unbeſtimmte Empfindung, daß ein

Fluch auf ihm laſte; daß die Decke, die er über ſein Brandmal als Auswürfling gelegt, gehoben; daß ein Urtheil der Ausſtoßung von den Hauptſtraßen und Marktplätzen des anſtändigen Lebens über ihn gefällt ſey. Er war ſeines Kindes beraubt worden, und die Geſell⸗ ſchaft, die aus dem Munde des Mayors von Gatesboro' ſprach, ſagte: Mit Recht! Du biſt kein paſſender Gefährte für die Unſchuldige. Endlich befand er ſich außerhalb der Stadt, jenſeits ihrer zer⸗ ſtreuten Vorſtädte, und war wiederum auf der einſamen Straße. Er war an dieſem Tag ſchon weit gegangen. Er war gärzlich erſchöpft. Er ſetzte ſich an einen trockenen Graben neben der Baumhecke, nahm ſeinen Kopf zwiſchen beide Hände und bemühte ſich ſeine Gedanken wieder zu ſammeln, ſeine Pläne wieder zu ordnen. Waife war an dieſem Tag heiter und in gehobener Stimmung