Teil eines Werkes 
68-72 (1847)
Entstehung
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bei jeder Freude, deſſen Nerven jeder Gefahr ſpotteten? Aber neben ihm, mit einem Grinſen gemeinen Hohnes auf dem Geſicht, der Koͤr⸗ per ganz Muskel und Kraft, das glanzloſe Auge ganz trotzige und arge Tuͤcke, ſitzt ſein Kamerad— der Leichendieb! Auf den erſten Blick hat Jeder den Andern erkannt, und die Erinnerung an die Prophezeihung trifft wie ein Wetterſchlag das zaͤrtlichere Opfer! Wenn er ihm zu entfliehen ſtrebt, fordert ihn der Leichendieb als ſeine Beute, droht ihm mit ſeinen Augen wie einem Selaven, tritt ihn mit dem Fuß, während ſie daſitzen und lacht hoͤhniſch ſeiner Schmerzen. Blickt weiter: Hoͤrt den Ruf von der Maſtſpitze— ſeht das Land aus der Waſſerwuͤſte ſteigen! Ein Land ohne Hoffnungen! Anfangs finden, trotz der Strenge der Vorſchriften, die Erziehung und die Gaben Varney's ihre Wuͤrdigung— das Verbrechen, wegen deſſen er verurtheilt iſt, gehoͤrt nicht zu den ſchlimmſten. Er wird befreit von dem ſcheußlichen Geſellen, er kann Schullehrer werden; ſein Geiſt mag arbeiten, nicht ſeine Haͤnde! Aber die unverbeſſer⸗ lichſten Verbrecher ſind gerade die, welche durch Geburt und Erzie⸗ hung ſich uͤber die uͤbrige Hefe erheben. In den Klotz kann man Licht bringen, aber das Meteor muß ſich vom Sumpfe naͤhren! und Stolz und Eitelkeit ſuchen Nahrung, wo fuͤr das Verbrechen ſelbſt die Ver⸗ anlaſſung zu fehlen ſcheint. Immer tiefer und tiefer ſinkt er, und die Colonie ſieht bald in Gabriel Varney ihren verderbteſten Suͤn⸗ der; Erzverbrecher unter den Verbrechern, doppelt verloren unter den Verdammtenz ſie verbannen ihn in die ſtrengſte Strafcolonie— ſie ſchicken ihn mit den Gemeinſten hinaus, um Steine auf der Straße zu klopfen. Runzelicht, gebeugt und vor der Zeit alt— ſeht das ſpitze Geſicht, das mitten aus dieſer, kaum noch menſchenäaͤhnlichen Schaar hervorlugt— ſeht ihn zittern vor der Peitſche des rauhen Auf⸗ ſehers— ſeht die Paare zuſammengefeſſelt Tag und Nacht! Ho, ho! ſein Kamerad hat ihn wieder gefunden, der Kuͤnſtler und der Leichen⸗ dieb zuſammengeſchmiedet! Man denke ſich dieſe durch Erziehung uͤberreizte Phantaſie, dieſes durch ſchlaffe Nachſicht verweichlichte

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