Teil eines Werkes 
68-72 (1847)
Entstehung
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tet, als im Geizigen Laſter erzeugt. Allein waͤhrend ich mei⸗ nen Abſchied vom Beruf eines Novelliſten halb andeutete, war ich der Meinung, daß ſich die angefuͤhrte Idee am beſten zu einer Bearbeitung fuͤr die Buͤhne eignete. Nach einigen un⸗ veroͤffentlichten und unvollkommenen Verſuchen, um meinen Plan zu verwirklichen*), fand ich, daß entweder der Gegen⸗ ſtand zu umfangreich fuͤr die engen Grenzen des Drama's war, oder daß mir das Talent fuͤr die Concentration abging, wel⸗ ches allein den Dramatiker befaͤhigt, vielgeſtaltige und man⸗ nichfache Gruppen auf einen engen Raum zuſammenzudraͤngen. Mit dieſem Plane wuͤnſchte ich eine Darſtellung Deſſen zu ver⸗ einigen, was mir ein Hauptfehler in dem heißen und eiferſuͤch⸗ tigen Jagen nach Gluͤck oder Ruhm, Vermoͤgen oder Kenntniß zu ſein ſcheint— faſt ſynonym mit der gewoͤhnlichen Phraſe „geiſtiger Fortſchritt“ in der geſellſchaftlichen Kriſis, zu wel⸗ cher wir gelangt ſind. Der Fehler, den ich meine, iſt Unge⸗ duld. Dieſes eifrige Verlangen, vorwaͤrts zu draͤngen, nicht ſowohl um Hinderniſſe zu uͤberwinden, als ſie zu umgehen; dieſes Spiel mit den ernſten Beſtimmungen des Lebens, indem man den Erfolg auf den Fall eines Wuͤrfels ſetzt; dieſes Eilen vom Erwachen des Wunſches zum vollendeten Ziel; dieſer Durſt nach ſchneller Vergeltung geiſtiger Muͤhe; dieſes athem⸗

*) Dieſer Plan entſtand nach der Veroͤffentlichung des„Geld“ betitelten Luſtſpiels, und dieſes war demnach trotz ſeines Namens keineswegs ein Verſuch, den oben angedeuteten umfaſſendern Gegen⸗ ſtand zu bearbeiten.

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