Teil eines Werkes 
3. Bd. (1846)
Entstehung
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Front gegen das nächſte Viereck. Es war eine kurze Pauſe der Augenblick vor dem Sturme.Sturm! rief d'Argont, und das Wort ſcholl die ganze Linie hin⸗ unter zu dem klaren, freundlichen Himmel empor. Auf flammten die Schwerter wie Blitze, heran ſtürmten die Truppen gleich dem Andrang von tauſend Wellen, auf welche die Sonne ſcheint; und ehe die Reiter dreimal Athem geholt, begann das Krachen der Stoß das Gemetzel der Schlacht. Die Spanier leiſteten dem heftigen Angriff nur ſchwachen Widerſtand. Sie wichen auf allen Seiten dem gewaltigen Sturm, wie die ſchwachen Wehren eines angeſchwollenen, reißenden Stromes; und die franzöſiſchen Truppen rückten nach einem kurzen, aber blutigen Siege(nachdem eine zweite Schwadron von dem Nachtrabe zu ihnen geſtoßen) ge⸗ radezu gegen die ſpaniſche Reiterei vor. Falkland war an Riego's Seite. Als die Truppe vorrückte, wäre es merkwürdig geweſen, den Gegenſatz des Ausdrucks in Beider Geſichter zu beobachten; die Züge des Spaniers flammten auf in der kühnen Begeiſterung ſeiner Natur, jede Spur ihrer gewöhnlichen Erſchlaffung und Erſchö⸗ pfung verſchwand vor der unbezwinglichen Seele, die bei der Schwäche des Körpers nur um ſo glänzender hervortrat; ſeine Stirne war gerunzelt, ſein Auge blitzte, ſeine Lippen zitterten und hart neben ihm die ernſte, finſtere, leidenſchaftsloſe Ruhe, die über der ſtrengen, aber edlen Schönheit von Falklands Zügen lag. Ihn reizte die Gefahr zum Hohn, nicht zur Begeiſterung, er verachtete ſie mehr, als daß er ihr trotzte.Die Memmen! ſie wanken, ſagte Riego