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29 muß, an meiner ſtolzen Iſabella wohl begreifen und ver⸗ zeihen; denn glanbe nicht, Iſabella, daß ich ohne furcht⸗ haren Kampf und heftige Qual an Frieden und Ver⸗ einigung mit meiner alten Feindin denken kann; aber hier reden zwei Pflichten laut zu mir: Meine Ehre und mein häuslicher Herd, als Cavalier und als Mann, wollen wieder hergeſtellt ſein, und das Wohl und der Ruhm meines Vaterlandes fordern einen Herrſcher, der einen Krieger nicht entehrt, einer Jungfran nicht Ge⸗ walt anthut, ein Volk nicht durch leichtfertige Luſtbar⸗ keiten beſticht, noch ein Land durch übermäßige Auflagen erſchöpft; und dieſe Ehre ſoll gerettet werden— dieſem Lande ſoll Recht geſchehen, einerlei, durch welches Opfer des Privaſkummers und Stolzes.“
Die Worte und der Ton des Grafen brachten ſelbſt Iſabella auf einen Augenblick zum Schweigen; aber nach einer Pauſe ſagte fie düſter:„Und darum hat ſich Cla⸗ renee Eurem Streite angeſchloſſen und Euer Exil ge⸗ theilt— darum— um die ewige Schranke der lancaftri⸗ ſchen Linie zwiſchen ſich und den engliſchen Thron zu ſtellen!“
„Ich moͤchte hoffen,“ antwortete der Graf ruhig, „daß Clarence unſere harte Lage ruhiger anſähe als Du. Wenn er nicht Alles erlangt, was ich wünſchen köͤnnte, wenn das Glück unſern Waffen günſtig iſt, ſo wird er wenigſtens viel erlaugen; denn oft und wieder⸗ holt ſuchte mich Dein Gemahl, Iſabella, zu ſtrengen Maßregeln gegen Eduard zu treiben, und ich hielt ihn beſtändig zurück und beſänftigte ihn. Bei Gott! Wie oft klagte er über Verletzung und Beleidigung von Eli⸗
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