baher von denen zu vermeiden, welche das Zeitalter ſelbſt außer dem Bereich des Geſetzes ſtellte. Endlich ließen auch dieſe ihnen den Weg frei und jetzt war es voͤllig Nacht. Sie ſetzten ihren Weg ſort— gingen durch den Wald— und vor ihnen lag das Schlachtfeld; und ein tiefes Schweigen ſchien ſich über die Welt niederzuſenken! Die erſten Sterne waren aufgegangen, aber noch nicht der Mond. Der Schimmer der Rüſtun⸗ gen der hingeſtreckten Körper bildete den Widerſchein der ruhigen Strahlen; hier und da ſchimmerten Wacht⸗ fener, wo Schildwachen aufgeſtellt waren, doch ſie waren zerſtreut und entfernt. Die Flüchtlinge blieben ſchaudernd ſtehen; doch ſchien kein heiligerer Weg für ihre Füße da zu ſein, und das Pachthans lag auf der entgegengeſetzten Seite des Feldes unter den weißen Apfelblüten, die bei dem Schimmer der Sterne noch weißer erſchienen. Sie gingen Hand in Hand weiter— die Todten waren doch immer weniger ſchrecklich als die Lebenden. Zuweilen fiel ihnen ein aufwärts gerichtetes Geſicht, verzerrt von der letzten Todesqual, in die Au⸗ gen; doch die Waffe war machtlos in der erſtarrten Hand; die farbloſen Lippen ſtießen keine Drohung und Beleidigung aus— die Verfolgung ruhte endlich in der Umgebung der Todten. Sie waren mitten über das Schlachtfeld gegangen, als ſie von einer Stelle, wo die Leichen am dichteſten aufgehäuft lagen, eine matte Stimme hörten, die Gott um Vergebung anflehte, und plötzlich antwortete darauf ein Anverer in heftiger Tohesqual— doch er betete nicht, ſondern fluchte. Die gutherzigen Wanderer gingen ſchweigend auf die Stelle zu. Der
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