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„Robin Mylorb. Sie riefen„Robin,“ als hätten ſte Montagu ober Warwick gerufen.“
„Robin! Ah, dann errathe ich den Mann— ein höchſt gefährlicher und trotziger Lancaſtrier. Er hat mehr Einfluß bei den Armen, als der Rebell Cade hatte, und man ſagt, Margaretha vertraue ihm eben oviel, wie ſie einem Exeter und einem Somerſet vertraut. Es wundert mich, daß er ſich ſo nahe vor den Thoren von London zeigt. Wir müſſen darauf ſehen. Aber kommt Vetter. Unſre Pferde haben ſich ausgeruht.— Laßt uns weiter reiten!“
Als ſie in More Park ankamen, wurde Marmaduke von der ſtattlichen Architektur geblenbet, denn der Prä⸗ lat hatte das Haus mit einer Fagade von doppelten Bogen verſchoͤnern und nach Art gewiſſer italieniſcher Häuſer bemalen laſſen. Der Glanz des Gefolges des Biſchofs— feeilich weniger kriegeriſch als das des Grafen von Warwick— war noch impoſanter für das gewöhnliche Auge. Jedes Amt, welches der Pomp eines königlichen Hofes nur ausdenken konnte, fand ſich in dem Haushalt dieſes prachtliebenden Prälaten— ein Auf⸗ ſeher der Pferde und der Hunde— ein Kämmerer, ein Schatzmeiſter, ein Herold, ein Unterherold, ein Haus⸗ hofmeiſter, ein Haupimann der Leibgarde u. ſ. w.— und alle mit Herren vom beſten Blut und von der vor⸗ nehmſten Geburt beſetzt. Seine Wohnung war zugleich ein Hof für das mittlere Alter, eine Schule für die Jugend, eine Zuflucht fuͤr das Greiſenalter; und dort⸗ hin, wie zu einem Mehici, flüchteten ſich die Wiſſen⸗ ſchaften und Künſte.


