Teil eines Werkes 
1. Bd. (1846)
Entstehung
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auffallenben Contraſt gegen den allgemeinen Leichtfinn des Hofes, wenn von dieſem mächtigen Edelmanne ge⸗ ſprochen wurde. Er nannte ihn nie anders als mit Re⸗ ſpekt, und war auffallend höflich ſelbſt gegen das demü⸗ thigſte Mitglied der Familie des Grafen. Hierin erſchien

er neben Clarence vortheilhaft, deſſen Charakterſchwäche

ihn beſtimmte, den Ton der Geſellſchaft anzunehmen, in die er gerieth, und der, während er Warwick wirklich liebte, oft über die Scherze über ihn lächelte.

Der ganze Hof war von einem Geiſt der Intrigue belebt und erfüllt, den die Liſt der Königin, die verſchla⸗ gene Klugheit Jaequetta's und die Feindſchaft der ver⸗ ſchiedenen Parteien in einem Grade genährt hatten, der unter den früheren Regierungen gänzlich unbe⸗ kannt geweſen war. Es war ein Ort, wo der Ver⸗ ſtand junger Männer raſch alt wurde: unter Liſten und Complotten, unter ehrgeizigen Plänen und ſchlauen Übervortheilungen ging Richards des Dritten Kindheit in ſeine gewiſſenloſe Mannheit über; dies iſt die unver⸗ meidliche Frucht jener Epoche in der Cioiliſation, wo eine kriegeriſche Ariſtokratie ſich zuerſt in einen uͤppigen Hof zu verſenken beginnt.

Durch dieſes bewegliche und veränderliche Gewehe des Ehrgeizes und der Intrigue bewegte ſich der könig⸗ liche Eduard mit ſorgloſer Grazie, einfach, da ſein Zwech erreicht war und das Vergnügen den Ehrgeiz erſetzt hatte. Sein träges und heiteres Temperament diente dazu, ſeinen kräftigen Verſtand zu unterdrücken, ober viel⸗ mehr ſein Verſtand ging jetzt in dem Strom der Sinn⸗ lichkeit unter, durch den er ſloß. Seine Pläne und In⸗

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