Teil eines Werkes 
2. Bd. (1845)
Entstehung
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Ruhe und Stille, der mich wie ein leiſer Vorwurf gegen den traf, der nach dem Orte des Friedens mit Gefühlen kom, welche nicht mit denen, ſo hier zu Hauſe, harmo⸗ nirten. Ein kleiner, vorſpringender Thorweg war mit Epheu bedeckt, und eine hejahrte Pförtnerin trat auf mein Pochen heraus.

„Die Gräfin Devereur,“ ſagte ſle,„iſt jetzt Vor⸗ ſteherin der Geſellſchaft“(Kloſter nannten ſie es nicht), „und ſieht nur ſelten Fremde bei ſich.“

Ich nonnte meine Anſprüche auf Vorlaſſung und wurde in ein kleines Sprachzimmer geführt; auch hier war alles ſtill— das braune, eichene Getäfel— bie hohen Stühle— die wenigen alten Gemälde— das Anſehen von Unbewohntheit in dem Zimmer— Allez ſprach ſtumm von Ruhe— aber von einer unerquicklichen, düſteren Ruhe. Endlich erſchien meine Mutter. Ich ſprang ihr entgegen— meine Kindheit ſtand vor mir— Jahre— Leiden— Veränderung waren vergeſſen— ich war wieder ein Knabe— ich ſprang ihr entgegen und lag in den Armen meiner Mutter! Lange dauerie es, bis ich zur Beſinnung kam; ich bemerkte, wie leblos und kalt ihre Umarmung war, aber erſt nach einiger Zeit, und mein Entzücken war auf einmal dahin.

Wir ſetzten uns und ſprachen lange und ununter⸗ brochen, aber unſer Geſpräch glich dem von Bekannten, nicht tem der innigſten, nächſten Verwandten—(denn ich brauche wohl kaum zu bemerken, vaß ich ihr Nichts von meinem Zuſammentreffen mit Aubrey ſagte, uoch ſie hinſichtlich der Zeit ſeines Todes enttäuſchte). Jeber von der Welt Zurückgezogene, den ich bisher geſehen,

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