Teil eines Werkes 
2. Bd. (1845)
Entstehung
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erinnerte, ſchien es mir nach dem gewöhnlichen Gange von dergleichen Gunſtbezeugungen noch nicht zu ſpät, auf einen ſolchen zu warten; überdies war die Treue, womit er ſein königliches Wort hielt, ſprüchwörtlich, und ich überließ mich der Hoffnung, die Art von Zu⸗ ſage, welche er mir gemacht, werve mir bälder oder ſpäter von Nutzen ſein. Ich lehnte daher mit aller ſchul⸗ digen Ehrerbietung die Anerbietungen des Chevalier ab und lebte in Müßiggang und Erwartungen fort, bis Lord Volingbroke nach Paris zurückkehrte und das Amt eines Staatsſekretärs bei dem Chevalier übernahm. Da er die Gründe, welche ihn zu dieſem Schritte veraulaß⸗ ten, öffentlich erklärt hat, halte ich es für überflüſſig, der Welt ſeine Privatunterredungen über dieſen Gegen⸗ ſtand mitzutheilen.

Einige Tage nach ſeiner Rückkehr ging ich mit ihm in eine Geſellſchaft, welche ein Mitglied der königlichen Familie gab. Die erſte Perſon, welche uns anredete— und dies freute mich, denn wir hätten auf keine unter⸗ haltendere treffen können— war Graf Anton Hamilton.

„Ah! Mylord Volingbroke,“ rief er und ſchlen⸗ derte auf uns zu,„wie geht es Ihnen?— erfreut, Sie wieder zu ſehen— welch herrliches Grün an Ihrem Rocke— gewiß kleidet ſich Niemand mit mehr Geſchmack wie Sie— ſelbſt unſer Freund, mein Bruder Graf, hier nicht. Betrachten Sie die Frau Herzogin von Or⸗ leans! Sahen Sie je ein ſolches Weſen? Wo gehen Sie hin, Mylord? Ach! ſehen Sie, Graf, ſehen Sie, wie er ſich zu der hübſchen Herzogin hinſchleicht— nun, er verbengt ſich graziös, das muß man geſtehen— nun,