Teil eines Werkes 
2. Bd. (1845)
Entstehung
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Siebentes Kapitel.

Betrachtungen— Eine Soirée— Die Erſcheinung eines für

die Geſchichte wichtigen Mannes— Ein ſehr befriedigendes und

erheiterndes Geſpräch mit Frau von Balzac— Zuſammentreffen

mit einem wunderlichen, alten Soldaten— Erlöſchen eines einſt großen Lichtes.

Ich befand mich jetzt ſeit mehren Wochen in Paris, ohne die Luſtbarkeiten der Stadt weder eifrig geſucht noch gefliſſentlich vermieden zu haben. Tiefer Kummer benimmt uns nicht gänzlich die Fähigkeit, uns zu freuen

er vermindert vieſelbe nur und dämpft die Freude; er ſtumpft uns nicht ab für die Intereſſen des Lebens

— er bringt nur bälder die gleichgültigere Ruhe des Alters. Das Blut fließt nicht länger in jenem unregel⸗ mäßigen aber köſtlichen Laufe lebhafter und wilder Auf⸗ regung; der Schritt ſtampft nicht länger die Erde, und der Ehrgeiz wandert nicht mehr unerſättlich, aber unbe⸗ ſtimmt über die Millionen Pfade des Daſeins; aber wir verlieren unſere alten Fähigkeiten nicht— ſie ſind ruhiger geworben, nicht erloſchen. Das Herz kann nie gänzlich und lange ſchlummern; vielleicht bezaubern Klei⸗ nigkeiten daſſelbe nicht mehr, Leichtfertigkeiten machen keinen Eindruck mehr auf daſſelbe; aber es hat ein Auge, das noch nicht geſchloſſen iſt, und einen Puls, der zu ſchlagen noch nicht aufgehört hat. Wir betrachten die Welt um uns her mit einem Blicke, der nicht mehr durch jede vorüberflatternde Hoffnung zerſtreut wird, und ſind daher geeigneter für die ernſten Geſchäfte der Menſchheit als zuvor. Dos überſprudelnde Tempera⸗

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