Teil eines Werkes 
2. Bd. (1845)
Entstehung
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25 rend ich keine Bedenken trug, in dieſen Blättern eine ſchwache Nachahmung der eigenthümlichen Redeweiſe anderer ausgezeichneter Charaktere wiederzugeben, muß ich mich für gänzlich unfähig erklären, auch nur die ge⸗ ringſte Vorſtellung von der Art zu entwerfen, wie er ſeine Worte ſo unwiderſtehlich machte. Indem ich daher mein ganzes Beſtreben auf Beſchreibung ſeiner perſönlichen Erſcheinung beſchränke— die doch in ſo fern vielleicht von Intereſſe iſt, als es mein Loos war, mit dem aus⸗ gezeichnetſten literariſchen Charakter zuſammenzutreffen — will ich ſeinen Antheil an dem noch zu erzählenden Geſpräche hinweglaſſen und den Leſer bitten, ſich jener Stelle im Tacitus zu erinnern, in welcher der große Geſchichtſchreiber ſagt, bei dem Leichenbegängniſſe der Junia„haben die Bilder von Brutus und Caſſius alle übrigen gerade deßhalb überſtrahlt, weil ſie allein von der Feſtlichkeit ausgeſchloſſen geweſen ſeien.“

Das Geſicht von Maria Frangvis Arvuet(ſeither ſo berühmt unter dem Namen Voltaire) war den Zügen nach gewöhnlich, deſſen Ausdruck aber außerordentlich auffallend; ſeine Lebendigkeit war genau das, was Steele einmal ſo glücklich die„phyſiognomiſche Bered⸗ ſamkeit“ nannte. Die dunkeln Augen waren eher feurig als glänzend, und ſo unruhig, daß ſie nie auch nur einen Augenblick auf derſelben Stelle verweilten;* der Mund

„ Der Leſer bedenke, daß Voltaire hier als ganz junger Mann beſchrieben iſt. Ich kenne keinen ausdrucksvolleren, bei⸗ nahe geiſterhafteren Gegenſatz, als den, welchen die Porträts des alt gewordenen Voltaire gegen das Gemälde bilden, welches Largillicre in einem Alter von vierundzwanzig Jahren von ihm