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Hofes verſetzten Frömmelei, Alter und Mißgeſchick des Königes die Geſellſchaft in Traurigkeit; allein es gab immer noch einige glänzende Zirkel, welche den König für außer der Mode erklärten und behaupteten, die Niederlagen ſeiner Generale geben herrlichen Stoff für Cpigramme. Welch zarte, feine Luft ſchwebte über die⸗ ſen Soireen, wo Alles, was glänzend, und liebenswür⸗ dig, vornehm und heiter, witzig und klug war, ſich zu einem ſtrahlenden Ganzen vereinigte! So unvollkommen auch meine Wiederholungen ſein werden, ſo hoffe ich doch, daß die wenigen Blätter, welche ich einer Be⸗ ſchreibung jener glänzenden Unterhaltungen widmen werde, noch immer etwas von jener pikanten Origina⸗ lität an ſich tragen, welche die Soireen keiner anderen Hauptſtadt zu erreichen oder zu würdigen im Stande waren.
Etwa eine Woche nach meiner Unterredung mit Frau von Balzae erhielt ich eines Morgens ein Billet von ihr, worin ſie mich bat, ſie heute zu beſuchen, und zu⸗ gleich die Stunde beſtimmte.
Ich begab mich demzufolge in das Haus der ſchönen Politikerin, und fand dort einen Mann in geiſtlicher Tracht von wohlwollenden, einnehmenden Zügen. Sie ſtellte ihn mir als den Biſchof von Frejus vor, und er empfing mich mit einer Miene, wie man ſie ſehr ſelten bei ſeinen Landsleuten trifft, nämlich mit einer Offen⸗ heit, welche mehr aus wirklicher Gutmüthigkeit, wie aus erkünſtelter Anmuth zu entſpringen ſchien.
„Es wird mir,“ ſagte er ruhig und ohne den ge⸗ ringſten Schein von Wangel an Aufrichtigkeit,„ein


