Teil eines Werkes 
1. Bd. (1845)
Entstehung
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374 öffnen wolle. Herr Oswald zog ſofort ein Papier her⸗ aus, auf welches verſchiedene Schriftzeichen gemalt waren, des Inhaltes, daß, wenn die mir von Maria Oswald übergebenen Papiere meinen Sachwaltern die überzeugung verſchaffen, daß ich Herr der Hinterlaſſen⸗ ſchaft meines Oheimes werde, welche ſich damals in dem Beſitze Geralds befand, ich beſagtem Oswald fünſf⸗ tauſend Pfund Sterling bezahlen ſolle, und zwar die Hälfte nach Abgabe jenes juriviſchen Ausſpruches, die Hälfte nach Empfangnahme der Hinterlaſſenſchaft ſelbſ. Ich konnte mich eines Lächelns nicht enthalten, wem ich bedachte, daß das Wort eines Ehrenmannes hin⸗ längliche Bürgſchaft für die Sicherheit des Menſchen bieten ſollte, für den Herr Oswald einige Zuneigung beſaß, daß aber Dieſer eine ſchriftliche Verbinvlich⸗ machung für die Sicherheit ſeiner Belohnung verlangte. Man iſt bereitwillig genug, ſeine Freunde dem Ge⸗ wiſſen eines Anderen anzuvertrauen, ſo lange man aber ſtatt deſſen ein gerichtliches Inſtrument erhalten kann, iſt man in Betreff ſeines Geldes ſelten ſo vertrauensoll.

„Die Belohnung ſoll verdoppelt werden, wenn die Sache gelingt,“ ſagte ich und unterzeichnete das Papier; hierauf zog Oswald ein Palet hervor, worauf mit zitternder Hand geſchrieben war:„An Graf Morton Devereux— geheim— und eilig.“ Sobald er mir dieſes koſibare Pfand übergeben und mich noch einmal an mein Verſprechen erinnert hatte, entfernte ſich Oswald. Ich ſteckte das Paket in die Bruſt und lehrte zu meinen Gäſten zurück.

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