Teil eines Werkes 
1. Bd. (1845)
Entstehung
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auf die Räthſel des Schickſals aufgeleſen! Wir find wie Schläfer, die, von einem Traume getrieben, am Rande eines Abgrundes hinwandeln, während ihre trügeri⸗ ſchen Geſichte ſie vielleicht mit Roſenlauben umgeben und ihnen diejenigen beigeſellen, welche ſie lieben, oder vielmehr kann unſere Vernunft, dem Blinden gleich, der Schritt für Schritt auf einem einmal betretenen Pfade zurückmachen kaun, der aber keinen Zoll breit auf dem Wege ſicher iſt, den er noch nicht gegangen, und mit ſicherer, nie trügender Weisheit auf der Bahl der Erfahrung leiten, während ſie ſcheu und verwirrt vor der Macht des kleinſten Augenblickes zurückweicht, veſſen Grenzen wir nicht überſchreiten wollen.

Die wenigen Freunde, welche ich zu meiner Hochzel gelaben, waren noch bei mir, als einer meiner Dienen nicht Desmarais, mir ſagte, Herr Oswald warte auf mich. Ich ging zu ihm hinaus.

„Parbleu!“ ſagte er, ſich die Hände reibend,„ich bemerke, Sie haben da luflige Zeit, und ich wunder mich nicht, daß Sie nur wenige Augenblicke für mich erübrigen können.“

Die Güter von Devereux durfte ich um einer Klei⸗ nigkeit willen nicht aufs Spiel ſetzen; Herr Maria He⸗ wald aber erſchien ausnehmend unbeſcheiden.„Mein Herr,“ ſagte ich ſehr ernſt,„wollen Sie gefälligſt Plaß nehmen. Und jetzt zu unſerem Geſchäfte. Darf ich vor Allem fragen, wem ich für überſenbung des Briefes Dank verpflichtet bin, den Sie mir in Devereur⸗Court übergaben? und Lann, was der Inhalt jenes Briefes war?— denn ich habe ihn nie geleſen.“

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